Eine der häufigsten Fragen während eines Beratungsgesprächs zur Fettabsaugung lautet: „Wie viele Kilo werde ich durch eine Liposuktion verlieren?“ Diese Frage beruht häufig auf einem weit verbreiteten Missverständnis darüber, wofür eine Liposuktion eigentlich gedacht ist. Die kurze Antwort lautet: Eine Liposuktion ist keine Operation zur Gewichtsabnahme, sondern ein Verfahren zur Körperformung. Das entfernte Fett wiegt in der Regel nur wenige Kilogramm, doch die eigentliche Veränderung zeigt sich in einer harmonischeren Körperkontur, besseren Proportionen und oft auch in einer kleineren Konfektionsgröße.
Bei einer Liposuktion wird die entfernte Fettmenge in Litern und nicht in Kilogramm gemessen. Aus Sicherheitsgründen können bei einem Eingriff in der Regel etwa 4 bis 5 Liter Fett entfernt werden. Da Fettgewebe vergleichsweise leicht ist, entspricht diese Menge häufig nur wenigen Kilogramm auf der Waage. Daher ist die Erwartung „Mir wurden 5 Liter Fett entfernt, also habe ich 10 Kilogramm abgenommen“ unrealistisch. Das eigentliche Ziel der Liposuktion ist eine schlankere Körperkontur und harmonischere Proportionen – nicht eine erhebliche Gewichtsabnahme.
Um es von Anfang an klarzustellen: Eine Liposuktion dient nicht der Gewichtsreduktion. Ziel des Eingriffs ist es, hartnäckige, lokalisierte Fettdepots zu entfernen, die trotz gesunder Ernährung und regelmäßiger Bewegung bestehen bleiben, und die Körperkonturen zu verbessern. Typische Problemzonen sind Bauch, Taille, Hüften und Rücken. Eine Liposuktion sollte nicht als Behandlung von Übergewicht oder Adipositas angesehen werden. Menschen mit deutlichem Übergewicht sollten zunächst ihr Körpergewicht reduzieren und anschließend – falls erforderlich – eine Liposuktion zur Körperformung in Betracht ziehen.
Es gibt eine medizinisch festgelegte Sicherheitsgrenze für die Fettmenge, die während eines einzigen Eingriffs entfernt werden kann. Diese liegt in der Regel bei etwa 4 bis 5 Litern. Nicht nur ästhetische Ziele bestimmen diese Grenze – auch der Flüssigkeitshaushalt des Körpers, das Blutungsrisiko und der Heilungsverlauf spielen eine entscheidende Rolle. Die tatsächlich entfernbare Fettmenge richtet sich nach dem Körpergewicht, dem allgemeinen Gesundheitszustand, der Anzahl der zu behandelnden Körperregionen sowie der individuellen ärztlichen Beurteilung während der Beratung. Anstatt in einer Sitzung möglichst viel Fett zu entfernen, ist es bei Bedarf sicherer, den Eingriff auf zwei separate Operationen aufzuteilen.
Den Erfolg einer Liposuktion anhand der Zahl auf der Waage zu beurteilen, kann irreführend sein. In den ersten Wochen nach der Operation sind vorübergehende Schwellungen (Ödeme) und Wassereinlagerungen im Körper normal. Deshalb kann das Körpergewicht zunächst unverändert bleiben oder sogar vorübergehend ansteigen. Der eigentliche Unterschied zeigt sich, sobald die Schwellungen zurückgehen: Der Umfang der behandelten Körperregion nimmt ab und die Kleidung sitzt lockerer. Die meisten Patienten bemerken eher einen Unterschied von ein bis zwei Konfektionsgrößen als einen deutlichen Gewichtsverlust. Mit anderen Worten: Maßband und Spiegel sind aussagekräftiger als die Waage.
Die durch die Liposuktion entfernten Fettzellen kommen nicht zurück. Das bedeutet jedoch nicht, dass man „ohne Einschränkungen essen“ kann. Wenn das Körpergewicht nach der Operation zunimmt, können sich die verbleibenden Fettzellen in der behandelten Region sowie in anderen Körperbereichen vergrößern. Manchmal lagert sich Fett dann auffälliger in Bereichen an, die nicht behandelt wurden. Mit anderen Worten: Die Ergebnisse der Liposuktion sind dauerhaft, ihre Erhaltung hängt jedoch von einer gesunden Ernährung und regelmäßiger Bewegung ab.
Der ideale Kandidat befindet sich in einem guten allgemeinen Gesundheitszustand, liegt nahe an seinem Idealgewicht, verfügt über eine gute Hautelastizität und hat lokalisierte Fettdepots, die trotz Ernährung und regelmäßiger Bewegung bestehen bleiben. Liegt eine ausgeprägte Hauterschlaffung vor, reicht eine Liposuktion allein möglicherweise nicht aus. In solchen Fällen kann eine Bauchdeckenstraffung (Abdominoplastik) entweder allein oder in Kombination mit einer Liposuktion empfohlen werden. Der individuell am besten geeignete Behandlungsplan wird während der Beratung unter Berücksichtigung Ihres Körperbaus erstellt.
Bei Erwachsenen bleibt die Anzahl der Fettzellen im Körper relativ konstant. Eine Gewichtszunahme entsteht in der Regel dadurch, dass sich vorhandene Fettzellen vergrößern, und nicht dadurch, dass neue Fettzellen gebildet werden.
Bauch, Hüften, Gesäß, innere und äußere Oberschenkel sowie die Innenseiten der Knie gehören zu den Körperregionen, in denen sich besonders häufig hartnäckige Fettdepots ansammeln. Ernährung und Bewegung verkleinern die Fettzellen, beseitigen sie jedoch nicht.
Eine Liposuktion reduziert die Anzahl der Fettzellen in diesen Bereichen dauerhaft. Die Fettabsaugung an Bauch und Taille gehört zu den am häufigsten durchgeführten Eingriffen und ist mit einer hohen Patientenzufriedenheit verbunden.
Bei diesem Patienten wurde eine Liposuktion im Bereich von Bauch, Taille und Rücken durchgeführt.
Nein. Eine Liposuktion wird nicht durchgeführt, um Übergewicht zu reduzieren, sondern um hartnäckige, lokalisierte Fettdepots zu entfernen, die sich trotz Ernährung und Bewegung nicht beseitigen lassen, und um die Körperkonturen zu verbessern. Sie eignet sich für Menschen, die sich in einem guten allgemeinen Gesundheitszustand befinden, ihrem Idealgewicht nahe sind und hartnäckige Fettpolster in bestimmten Körperregionen haben. Sie ist keine Behandlung von Adipositas.
Wenn Sie nach der Operation an Gewicht zunehmen, können sich die verbleibenden Fettzellen in der behandelten Region sowie in anderen Körperbereichen vergrößern, wodurch das ästhetische Ergebnis beeinträchtigt werden kann. Manchmal lagert sich Fett sogar stärker in Regionen an, die nicht behandelt wurden. Um das Ergebnis langfristig zu erhalten, ist es wichtig, ein stabiles Körpergewicht beizubehalten.
Die meisten Patienten verlieren je nach entferntem Fettvolumen etwa 2 bis 5 kg. Eine Liposuktion dient jedoch der Körperformung und nicht der Gewichtsabnahme. Fettgewebe ist relativ leicht, und nach dem Eingriff kommt es außerdem vorübergehend zu Wassereinlagerungen im Körper. Daher lässt sich der Erfolg einer Liposuktion nicht zuverlässig anhand der Zahl auf der Waage beurteilen. Aussagekräftiger sind die Verringerung des Umfangs der behandelten Körperregion sowie Veränderungen der Konfektionsgröße.
Dieser Text dient nur zu Informationszwecken. Bitte folgen Sie den Empfehlungen Ihres Arztes. Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Op. Dr. Bora Yücel.
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